Unternehmenskultur und die Generation Y

Vor ein paar Wochen sprach ich mit einem leitenden Mitarbeiter der Lidl-Gruppe. Er erzählte mir, dass sich jetzt alle im gesamten Unternehmen duzen müßten. Es sei, sagte er, wegen der jungen Angestellten, der Generation Y. Das Unternehmen müsse attraktiv für diese Generation sein. Daher das DU.

Ob dies die Kultur im Unternehmen derart prägt, dass für potenzielle Arbeitnehmer zwischen 20 und 35 Jahren ihr Unternehmen attraktiv wird, lasse ich dahingestellt. Allerdings ist es ein deutlicher Hinweis, wie wichtig die Unternehmenskultur für die Angehörigen der Generation Y ist. Stichworte wie:

  • Zeit für die Kinder
  • Freizeitaktivitäten
  • Flexibilität in der Arbeitszeit
  • Sinn im beruflichen Tun
  • Entfaltungsmöglichkeiten
  • u.a.

haben für sie eine ganz andere Bedeutung als für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Geld ist wichtig, jedoch nicht das wichtigste. Es hat nicht mehr so eine hohe Motivationskraft für sie. Und vor allem entschädigt es nicht für nicht erfüllte Ansprüche.

Das hat auch Auswirkungen auf die Verweildauer in einem Unternehmen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat ermittelt, dass die durchschnittliche Beschäftigungsdauer der unter 30-jährigen in den 80er Jahren noch bei 814 Tagen lag. Zwanzig Jahre später ist sie auf 536 Tage gesunken. Die Bereitschaft den Arbeitsplatz zu wechseln, wenn die eigenen Ansprüche nicht erfüllt werden, ist viel höher als bei den Älteren.

Das macht es für viele Personalleiter und Geschäftsführer nicht leichter, denn die Generation Y ist so ganz anders als die älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die hat natürlich einen Namen bekommen: Generation X.

Das folgende Video verdeutlicht die Unterschiede in schöner Weise:

Die Generation X ist in einer Zeit groß geworden, in der es um andere Werte ging:

  • Hast Du was bist Du was.
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
  • Leistung zahlt sich aus.Loyalität ist wichtig.
  • u.a.

Das macht das Zusammenarbeiten nicht immer leicht, da unterschiedliche Werthaltungen manchmal aufeinander prallen. Hier gilt es, einander zu verstehen und sich gegenseitig so anzunehmen, wie der andere nun mal ist. Workshops können hier helfen, die Unterschiede zu verstehen und Strategien zu entwickeln, wie man sie miteinander überwinden kann.

Neugierig auf unseren Workshop in Ihrem Unternehmen geworden? Rufen Sie uns an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *