Erfahrungsbericht: Coaching

Bildquelle: arttoday

Hier ein kurzer Bericht aus einem der vergangenen Coachings. Ein Team aus vier Führungskräften einer stationären und ambulanten Pflegeeinrichtung eines Trägers taten sich zusammen, um miteinander, ihre Führungspraxis und einzelne problematische Führungssituationen zu betrachten. Dafür waren fünf Coachingtreffen angesetzt. Wichtige Prinzipien im Coachingablauf waren und sind: absolute Verschwiegenheit, Offenheit für den anderen, Sprechen in „Ich-Botschaften“, Jeder gibt nur das von sich preis, das er preisgeben möchte, alle helfen sich gegenseitig im Prozess.

Nach einer Auftragsklärung mit allen drei Teilnehmerinnen wurde beim ersten Treffen das Thema eines jeden Teilnehmers, das im Coaching bearbeitet werden soll, bestimmt. Hier geht es nicht nur um die offensichtlichen Probleme, sondern es werden mit einer einfachen Technik auch die Themen berührt, die nicht so dicht an der Oberfläche liegen, aber den Arbeitsalltag konkret beeinflussen. In der konkreten Coaching-Situation wurden die Themen „Fremd gesteuert sein“, „negative Belastung bzw. auf der Stelle treten“ und „hoher Erfolgs- und Erwartungsdruck“ genannt.

Danach wurden in den weiteren Treffen die Ziele für die Veränderung, die mit diesen Themen verbunden waren konkreter. So gewann ein ursprüngliches Thema auch noch eine andere Ausprägung. Bei der Zielbestimmung war allerdings wichtig, dass sie drei Kriterien entsprachen: sie mussten autonom erreichbar und ein positives Gefühl im jeweiligen Teilnehmer auslösen.

Mit diesen Zielen im Blick konnte in den weiteren Treffen daran gearbeitet werden, Hindernisse aufzuspüren und Motivationen für das eigene neue Verhalten freizusetzen. Es ging also darum, dass das vom Teilnehmer selbst gewünschte Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten in der Praxis tatsächlich umgesetzt wurde. Alle drei waren sich einig, das sie ihre Situation im Pflegeunternehmen nur ändern können, wenn sie sich selbst ändern. Diesem Punkt wurde im Coaching besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Durch die Vorbereitung auf typische Führungssituationen, die als problematisch empfunden wurden, wurde die Praxisanwendung vorweggenommen und bereits so Gewohnheiten in jedem der Teilnehmer angelegt, die in der konkreten Situation im Pflegeunternehmen helfen konnten, das neue und gewünschte Verhalten anzuwenden.

Im Coachingprozess ist es die Aufgabe des Coaches, diesen Weg mit den Teilnehmern zu gehen. Wie der Weg bei jedem Teilnehmer konkret aussieht und was an Veränderung angestrebt wird, bleibt jedem Teilnehmer selbst überlassen.

In der Schlussreflektion zum Coaching wurde u.a. auf die Frage, was in Zukunft besser gemacht wird bzw. was in die Praxis umgesetzt wird, geantwortet:

  • versuchen lockerer und mit Abstand Dinge, Gespräche etc. zu sehen
  • feste Termine einhalten / festlegen für bestimmte Aufgaben
  • ich will mich in Zukunft nicht mehr unter Druck gesetzt fühlen, sondern versuchen, schwierige Situationen selbst und besser kontrollieren zu können
  • nicht durch jede negative Mitteilung Energie rauben lassen
  • klare Formulierungen, konsequentes Verhalten trainieren

Fazit: Unser Coaching zum besseren Selbstmanagement gibt und will auch keine Vorgaben geben, wie man in Zukunft besser führen soll, sondern einen Weg aufgezeigt, um Hindernisse im eigenen Führungsverhalten überwinden zu können. Denn es gilt der einfache Spruch: „ Andere Menschen verändert man nicht, sondern nur ihre Reaktion auf das eigene Verhalten kann man ändern.“

Hier geht es zur Beschreibung unseres Coachingangebots: Selbstmanagement

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