Angesichts der ersten internationalen Studienkonferenz zum Ständigen Diakonat brachte Paul VI. am 25. Oktober 1965 zum Ausdruck: „Sicher handelte das Konzil unter einer providentiellen Eingebung des Heiligen Geistes, als es beschloss, das ursprüngliche Amt des Diakonates im Dienste des Gottesvolkes zu erneuern.“ In dieser Überzeugung bitte ich Sie darum, in Ihrem Einsatz für eine diakonische Weltkirche und für eine solidarische Welt nicht nachzulassen. Sie sind Botschafter Jesu Christi, der alles Herrische von sich weist und wie der, der bedient, menschliche Rangordnungen auf den Kopf stellt. Sie sind Botschafter unseres menschgewordenen Gottes, der Solidarität zeigt bis in den Tod und über den Tod hinaus. Sie sind berufen, anderen Menschen auf ihrem Weg der Menschwerdung solidarisch beizustehen, überall auf der Welt.

Standardisierung lähmt

In einem meiner letzten Beiträge habe ich die Behauptung aufgestellt:

„Wir müssen endlich aufhören, unsere Organisationen nach Systemen einzurichten, sondern die Systeme nach den Menschen, für die die Organisation einmal gegründet wurde.“

Nun möchte ich gern erläutern, was mich dazu gebracht hat.

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Internationales Diakonatszentrum feierte 50. Jubiläum in Rom

IDZDas Internationale Diakonatszentrum (kurz IDZ) hatte nach Rom eingeladen, um sein 50 jähriges Bestehen zu feiern. Insgesamt 576 Diakone und ihre Frauen, Priester, Bischöfe
und viele Helferinnen und Helfer sind diesem Aufruf gefolgt. Es waren 35 Nationen vertreten.

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Vom Helfen und vom Hilfe empfangen

Immer weniger Menschen möchten sich heute helfen lassen, wenn sie hilfebedürftig sind. Dabei spreche ich nicht von einer kurzfristigen Not, in der eine Hilfetat alleine ausreicht, um die Selbständigkeit wieder zu erlangen. Der Gedanke auf Hilfe angewiesen zu sein, ist vielen heutigen Menschen so unerträglich, dass sie Vorkehrungen für ihr frühzeitiges Ableben treffen, um ja nicht in eine Situation der Hilfsbedürftigkeit zu kommen. Zu diesem Blogbeitrag hat mich ein Kapitel von Jörg Splett im Buch „Diakonisch Menschen bilden“ angeregt, dessen Argumentation ich folge. Die Bibliographischen Angaben finden sich am Ende dieses Beitrags.

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"Wir müssen endlich aufhören, unsere Organisationen nach Systemen einzurichten, sondern die Systeme nach den Menschen, für die die Organisation einmal gegründet wurde."

Propagierte Werte an der Realität messen

Es ist manchmal verwunderlich, wie wenig sich Organisationen um ihre Leitbilder kümmern. Sie werden oft mit viel Aufwand entwickelt. Ein mehr oder weniger großes Team macht sich auf, um das Leitbild der Organisation miteinander festzulegen. Wenn das Ergebnis dann auf Papier gebracht ist, wird es an die Wand gehängt und auf der eigenen Internetseite veröffentlicht. Dem Leitbild ergeht es dann wie es guten Vorsätzen ergeht. In den ersten Wochen und manchmal sogar Monaten wird noch daran gedacht: „Man müsste sich noch einmal damit beschäftigen und es besser in die Umsetzung bringen.“ Wenn genügend Zeit verstrichen ist, gerät es im Alltag der Organisation in den Hintergrund.

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Diaconia

Dieser Blog ist neu und hat doch schon Tradition. Schon seit 2009 haben wir einen Blog für unsere beratende Tätigkeit beschrieben. In den letzen beiden Jahren allerdings hat unsere Schreibe etwas nachgelassen. Dies lag zum einen an höherem Arbeitsaufkommen, aber viel mehr noch daran, dass sich der Schwerpunkt unserer beratenden Arbeit verändert hat. Dadurch passten einige Themen im Blog nicht mehr und die neuen waren gedanklich noch nicht so weit, um darüber zu schreiben. Inzwischen sind wir so weit und damit soll der Blog auch wieder belebt werden. Mit dieser neuen thematischen Schwerpunktsetzung hat sich auch der Name verändert. Der neue Blog läuft unter dem Namen „DIACONIA“.

Diaconia kommt aus dem Lateinischen und bedeutet

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Arbeitgeberattraktivität in der Pflege

Der Bedarf an Pflegefachkräften ist hoch, doch es ist schwer qualifiziertes Personal zu finden. Der Arbeitsmarkt gibt einfach nicht genügend Pflegefachkräfte mehr her. Wenn es auch nicht gern gehört wird, so denke ich doch, dass es zu einem Wettbewerb unter den Pflegediensten, Sozialstationen und Pflegeheimen kommen wird und zum Teil bereits gekommen ist. Wenn Pflegefachkräfte einen neuen Arbeitsplatz suchen, so entscheidet die Attraktivität des potenziellen Arbeitgebers, wohin die Bewerbung geht und wohin nicht. Die folgende Präsentation illustriert die wesentlichen Faktoren, die Arbeitgeberattraktivität beeinflussen:

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Über Annahmen, Überzeugungen und was uns wirklich leitet

In epischer Breite habe ich in den bisherigen Blogbeiträgen zur Unternehmenskultur über Grundsätzliches, Prozesse, Verfahren, Ausstattung und schließlich Werte und Philosophien geschrieben. Da kann man sagen: „Nun das ist nicht ganz unbekannt gewesen.“ Ja richtig. All das finden wir in den Diskussionen bei unseren Klienten immer wieder vor. Meistens enden die Diskussionen aber auch an dieser Stelle. Wenn es in der Praxis an dieser Stelle nicht mehr weiter geht, dann kommt meist die resignierende Einschätzung: „Die Mitarbeiter wollen das einfach nicht machen“ oder: „Das hat sowieso keinen Zweck. Dazu haben wir keine Zeit!“

Es scheint mir so, dass es sich dabei meist um Hilflosigkeit handelt, angesichts einer Mitarbeiterschaft, die sich kollektiv verweigert oder zumindest nicht so mitzieht, wie sich die Pflegedienstleitung das vorstellt oder es für die Erfüllung der MDK-Kriterien notwendig wäre.

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Welche Bedeutung haben öffentliche Werte für Pflegeunternehmen

In der zweiten Ebene zur Erklärung, was die Unternehmenskultur nach Ed Schein ausmacht, finden wir die propagierten Werte, Strategien und Philosophien eines Pflegeunternehmens. Sie sind meist in einer Unternehmensphilosophie, Trägerleitbild oder anders bezeichneten Papieren veröffentlicht.

Es ist der Versuch, das auszudrücken, was für das praktische Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Führungskräfte verbindlich sein soll und ihnen bei ihren tagtäglichen Entscheidungen eine Orientierung sein soll. In der Praxis findet man solche Papiere auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen. So haben Konzernzentralen und Bundesverbände für ihre Gesamtorganisation häufig ein für alle Teilbereiche und Gliederungen verbindliches Leitbild entwickelt. Als Beispiele können der Caritas-Bundesverband, die Diakonie oder die Marseille-Kliniken genannt werden. (Links geprüft: 17.8.15)

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