Spiritualität

Buchrezension: Spiritualität in der Pflege

 Das folgende Buch habe ich durchgesehen und bearbeitet. Herausgekommen ist eine Buchrezension:

Stevens Barnum, Barbara: Spiritualität in der Pflege, 1. Aufl., Verlag Hans Huber, Bern 2002, 189 Seiten, ISBN: 3-456-83833-6, Preis: 14,95 €

Hier ein kurzes Fazit aus der Rezension:

Die deutsche Ausgabe des Buches von Barbara Stevens Barnum ist schon etwas in die Jahre gekommen. Aber es gibt meines Erachtens im Augenblick kein vergleichbares Werk. Alle anderen Bücher zum Thema haben eine eher theologische Perspektive, während die Autorin eine klar pflegewissenschaftliche Perspektive zum Thema Spiritualität vertritt.

Erfahrungsbericht Spiritualität-Workshop

StuhlkreismitteWorkshop zur seelsorgerischen Begleitung von Mitarbeiterinnen in einem Pflegeheim

Hier ein paar Eindrücke und Erfahrungen aus unserem Workshop "Umgang mit existenziellen Fragen der Bewohner" in einem Caritas-Altenzentrum im Bistum Limburg.
Der Workshop war als 3-stündiger Workshop an einem Nachmittag angesetzt und es hatten sich 15 Mitarbeiterinnen und 3 Mitarbeiter des Hauses angemeldet. (Der Einfachheit halber benutze ich nachfolgend die weibliche Form, ohne die drei Männer damit benachteiligen zu wollen.)

Als seelsorgerisches Angebot für die Mitarbeiterinnen sollte es in dem Workshop darum gehen, zu reflektieren was es mit den Teilnehmerinnen macht, wenn Fragen und Aussagen an sie gerichtet werden, wie "Womit habe ich dieses Leid verdient?", "Ich will aber nicht sterben!", "Wann darf ich endlich sterben?". Zudem sollten die Teilnehmerinnen eine persönliche Stärkung für den Umgang mit solchen Situationen erfahren.

Inkulturation christlicher Werte und Rituale

Papier ist geduldig

Ein christliches Leitbild alleine macht aus einem Pflegeunternehmen noch lange kein christliches Pflegeunternehmen. Die Unternehmenswerte müssen gelebt und mit Leben gefüllt werden.

Menschliches Handeln prägt die Unternehmenskultur

Ob Ihr Pflegeunternehmen christlich geprägt ist, wird nicht am Leitbild sichtbar, sondern daran, wie sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verhalten.

Damit die Unternehmenswerte von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelebt werden, müssen sie von ihnen akzeptiert und übernommen werden. Doch das ist nicht so einfach.

Kulturorientierter Ansatz

Hinter dem wie Menschen sich verhalten, stehen tief verwurzelte Grundannahmen und Überzeugungen. Diese wirken aus dem Unterbewusstsein. Um Verhaltensänderungen herbeizuführen, müssen diese Annahmen aufgedeckt werden. Erst so besteht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit sich damit auseinander zu setzten und diese ggf. zu korrigieren.

Patientenbegleitung

– Spirituelle Angebote für Patienten / Bewohner –

Wenn ein Pflegeunternehmen das Label "christlich" als Wettbewerbsvorteil nutzen möchte, dann sollte die Angebotspalette mehr umfassen als einen wöchentlichen Gottesdienst.

Vielmehr noch gilt dies für ein christliches Pflegeunternehmen, dass seinen christlichen Auftrag gerecht werden möchte.

Mitarbeiterqualifizierung

Als Arbeitgeber oder Dienstgeber mit christlichem Unternehmensprofil wird es immer schwerer Mitarbeiter zu finden, die christlich sozialisiert sind und die Grundlagen des christlichen Glaubens kennen. Das hat Spannungen zur Folge, die sich daraus ergeben, dass die Unternehmensphilosophie und -ziele nicht von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verstanden werden und dadurch auch nicht mit getragen werden können.

Kennenlernen christlicher Werte

Um diese Spannungen zu beheben, ist es nicht notwendig aus jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter einen bekennenden, aktiven Christen zu machen, aber es ist notwendig die Grundlagen und Werte der christlichen Kultur zu vermitteln.

Mitarbeiterbegleitung

Ein Unternehmen mit dem Label "christlich" hat auch eine besondere Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es kann seine Werte und sein Menschenbild nicht nur auf Patienten und Kunden beziehen, sondern muss diese auch als Grundlage der Mitarbeiterführung begreifen.

Doch was bedeutet dies für die Praxis?

Eine Konsequenz aus diesem Gedanken ist, dass die Mitarbeiter als Geschöpfe Gottes mit Leib, Geist und Seele (!) wahrgenommen werden und dass den daraus entstehenden Bedürfnissen Rechnung getragen wird. Besonders die Seele kommt im Berufsleben oft zu kurz.

Dabei können die christlichen Einrichtungen auf den reichen Schatz der christlichen Tradition zurückgreifen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine vielfältige Begleitung anbieten – von der seelsorglichen Begleitung in Einzelgesprächen oder Kleingruppen über Workshops mit spirituellen Antworten auf pflegerische Problemstellungen bis hin zu Ritualen zur Entlastung in Stress- und Ohnmachtssituationen.

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