Das christliche Profil – praxistauglich?

In einem Beitrag im Blog „Spiritualität der Caritas“ stellt Christoph Reber die interessante Frage „Ist das christliche Profil noch praxistauglich?“ und beantwortet sie auch. Den Text kann ich zur Lektüre sehr empfehlen, wenn ich ihm nicht in allen Punkten zustimme.

Hier geht es zum Blob-Beitrag von Christoph Reber

Nachfolgend gebe ich noch einmal meinen Kommentar wieder, Sie auf auf der angegebenen Seite von Christiph Reber finden können:

Ja, da haben Sie wohl recht. Die Universalität unseres Glaubens ist ein prägendes Merkmal und wir dürfen uns freuen, wenn viel Christliches auch in Menschen und Organisationen zu finden ist, die sich nicht explizit als kirchlich verstehen. Wenn ich auf der Werteebene bleibe, dann stimme ich Ihnen also gern zu, wenn Sie das Markusevangelium zitieren: „Hindert ihn nicht daran. Wer nicht gegen uns ist – der ist für uns!“
Aber Glaubensleben spielt sich nicht alleine auf dieser Ebene ab, sondern wird auch sinnlich wahrgenommen und rituell gelebt. Es hat mich immer schon gewundert, dass die Leitbilder von Caritas und Diakonie fast ausschließlich auf das christliche Menschenbild bezogen. Das ist einfach zu wenig, denn schließlich sollte man eigentlich schon beim Betreten einer Seniorenheims der Caritas oder der Diakonie schon den Unterschied merken können. Hinweise auf gelebten Glauben in Form von Patronatsdarstellungen, Hinweise auf Andachtsräume oder Kapellen, Gottesdienste, die regelmäßig gefeiert werden und kirchliche Feiertage, die auch sichtbar als solche gefeiert werden. In der Sprache der Unternehmenskultur wird von den Artefakten gesprochen. Also all jene Zeichen und Ausdrucksformen, die durch eine aktiv gelebte Spiritualität in einer Einrichtung Platz finden.
Eine spannende Frage ist, ob ein erlebbarer Glaube als Alleinstellungsmerkmal taugt und von den Interessenten einer Einrichtung als wünschenswert erlebt wird und ihre Entscheidung für den Einzug in eine Senioreneinrichtung positiv beeinflusst?
So betrachtet möchte ich Ihnen nicht zustimmen, dass mit ihrem grundsätzlich richtigen Beitrag alles gesagt ist.

Ich wünsche eine interessante Lektüre

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