Ein kurzer Überblick

Unter dem Stichwort Entbürokratsierung hat der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann für stationäre und SIS_umgestelltambulantePflegeeinrichtungen eine neue Art der Pflegedokumentation entwickeln lassen. Dieses neue Konzept hört auf den Namen „Strukturmodell“ und setzt bei der Pflegeplanung an. Sie wurde bisher in allen Schritten schriftlich dokumentiert. Damit soll nun Schluss sein. Statt dessen setzt das Konzept auf die folgenden Elemente:

  1. Strukturierte Informationssammlung (SIS)
  2. Individuelle Maßnahmenplanung
  3. Berichtblatt
  4. Evaluation

Dadurch entfällt zum einen die bisherige Anamese zusammen mit dem Biografieblatt. Beides soll in der SIS zusammengefasst werden. Ebenso fällt die bisherige Pflegeplanung weg, die den Dreischritt Ressourcen und Probleme, Ziele sowie Maßnahmen umfasste. Nun wird lediglich eine detaillierte und individuelle Maßnahmenplanung erstellt. Die Orienteriung an Ressourcen und Maßnahmen sowie den Pflegezielen findet zwar weiterhin statt, wird aber nicht mehr schriftlich niedergelegt. Damit geht einher, dass die Risikoeinschätzung besonderer pflegerischer Bereiche (siehe Expertenstandards in der Pflege) auf die schriftliche Bearbeitung der Risikofaktoren in eindeutigen Fällen verzichtet und nur noch das Ergebnis – risikogefährdet oder nicht – angekreuzt wird.

Daraus ergeben sich schon weitreichende Änderungen. Jedoch damit noch nicht genug. Durchführungsnachweise werden nur noch insoweit geführt, wie sie zur Abrechnung notwendig sind bzw. zum Beleg von ärztlich verordneten Maßnahmen. Daraus ergibt sich auch die Regel, dass Routinesituationen und -maßnahmen nicht mehr dokumentiert werden, sondern im Pflegebericht lediglich Abweichungen und Auffälligkeiten niedergeschrieben werden müssen.

Damit die Maßnahmenplanung auch tatsächlich der aktuellen Situation der Patienten und Bewohner gerecht wird, wird sie in indivuduell festgelegten Abständen evaluiert und zwar von der Pflegefachkraft, die den Patienten bzw. Bewohner kennt und innerhalb der Pflegevisite durch das Pflegemanagement.

Die Erfahrungen mt dem neuen System zeigen, dass der Ansatz gut ist und sich eine Reihe von Erleichterungen in der Pflegedokumentation ergeben.

Wir informieren Sie gern, wenn Sie spezielle Fragen zum Thema „Strukturmodell“ haben.

 

 

 

 

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