Mitarbeiterführung

Bundestag • Rezension • Führungsstil • Spiritualität • Attraktivität

 

Guten Tag und willkommen,

nach längerer Schreibpause kommen hier wieder ein paar Infos aus unserer Arbeit bei adservio.

Am 21.2.2013 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege beschlossen. Im wesentlichen geht es um Erleichterungen in der Altenpflegeausbildung. Ziel ist es, Ausbildungswilligen, die bereits über Qualifikationen verfügen, den Ausbildungseinstieg zu erleichtern. Das Gesetz ist zustimmungspflichtung und muss demnach noch den Bundesrat passieren.

Den Text des beschlossenen Entwurfs können Sie hier herunterladen.

 Wer erleben möchte, wie unspektakulär über ein solches Gesetz abgestimmt wird, kann sich das hier anschauen: 

Destruktive Wirkung von Bonuszahlungen im Labor belegt

7233633.jpgWie kann man in der Führung von Mitarbeitern wirksame Impulse zur Verhaltensbeeinflussung setzen - oder anders: Wie bringt man Mitarbeiter dazu, das zu tun, was man von Ihnen verlangt. In der Pflegebranche wird dies besonders im Zusammenhang mit der Umsetzung der Expertenstandards von vielen PDLs thematisiert.

Einige setzen dabei auf leistungsabhängige Vergütungen oder Bonuszahlungen. Die Universität Köln und die RWTH Aachen haben in einer Laborstudie mit Studierenden herausgefunden, dass es dabei positive wie negative Effekte zu beachten gilt. Es ist wohl so, dass nicht nur an den Eigennutz der Mitarbeiter gedacht werden muss. Der soll zu einem erhöhten Einsatz führen, der dann wiederum dem gesamten Unternehmen zu gute kommt. Die Forscher haben auch ein Abwehrverhalten beobachtet, das sich in Sabotageakten der Kollegenleistungen ausgedrückt hat. Die wiederum schwächen den gewünschten Gesamteffekt ab.

Wie wäre es, wenn alle nach Ihrer Pfeife tanzten?

Menschen werden geführt, in dem sie auf unser Verhalten (nicht verwechseln mit unseren Anweisungen) reagieren und sich selbst verhalten. Wenn Ihre Mitarbeiter sich nicht so verhalten, wie es sich die Führungskraft wünscht, dann liegt es eher an der Führungskraft als am Mitarbeiter.

Zürcher Ressourcen Modell

Die Methode

Das Zürcher Ressourcen Modell ist eine Methode zum Selbstmanagement. Ziel ist es, ein bekanntes oder unbewusstes Problem im eigenen Lebens- oder Führungsstil zu identifizieren, eine neue Haltung zu diesem Problem zu entwickeln und sich handlungswirksame Ziele zu setzen, die gleich mit konkreten Handlungsanweisungen ausgerüstet werden. Sie sollen helfen, in Alltagssituationen, in vorhersehbaren und auch in nicht vorhersehbaren Momenten, neues Verhalten anwenden zu können und nicht wieder in altes und unerwünschtes Verhalten zurück zu fallen.

Dazu werden notwendige Ressourcen, die im Menschen bereits vorhanden sind, mit dem neuen Verhalten verbunden, so dass sie in konkreten Situationen den Menschen daran erinnern und befähigen, sich anders als bisher, nämlich neu, zu verhalten. Durch vielfache, bewußte und unbewusste Erinnerungshilfen wird an dieses Verhalten immer und immer wieder erinnert. Es wird quasi automatisiert und zwar in der Weise, wie wir selbst die meisten unserer täglichen Verhaltensweisen automatisiert haben. Daraus erwächst die Stärke dieser Methode.

Mitarbeiterworkshop

An einem Samstag vor ein paar Wochen habe ich einen Workshop mit Mitarbeitern und der Geschäftsführung eines ambulanten Pflegedienstes durchführen dürfen. Einen Tag lang haben wir uns intensiv Gedanken zu Erfolgen und Misserfolgen, zu Zielen für 2010 und anstehenden Aufgaben und Projekten gemacht. Immer wieder geschieht es bei solchen Workshops, dass neben der Erledigung der Aufgabenstellung auch hilfreiche Erkenntnisse über die Atmosphäre innerhalb des Betriebes gewonnen werden können. Also ein doppelter, wenn auch manchmal unerwarteter Effekt.

Häufig gehe ich aus solchen Workshops mit einem unbestimmten Gefühl heraus, da die Wirkung meist erst Tage, Wochen oder Monate später erkennbar ist. Da ist eine positive Rückmeldung um so schöner, die ich vor kurzem von einer der Geschäftsleitungen bekommen habe. Frau Christa Schmid schrieb unter anderem:

"... Vom Umsetzen der Verantwortungsmatrix der Aktivitäten, kann ich im Moment nur sagen, hervorragend. Unsere Mitarbeiter haben im Moment ein Engagement, kaum zu glauben. Auch das dürfte zum Teil Ihren klaren Worten zu verdanken sein. Also, alles in allem, wieder einmal super. Danke für ihre Unterstützung."

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