Pflegequalität

Verkaufssituation: Inkontinenz

Was haben Pflegequalität und der Verkauf von pflegerischen Leistungen miteinander zu tun? Nun, es ist zunächst eine Frage der Erfüllung der Erwartungen der pflegebedürftigen Menschen und Ihrer Angehörigen an die Leistungen des Pflegedienstes. Schließlich hängt unsere Beurteilung der Qualität einer Dienstleistung davon ab, ob unsere Erwartungen an sie erfüllt wurden oder nicht.

Erwartungen der Kunden werden von der Vorstellung vom Zustand während oder nach dem eine Dienstleistung erbracht wird bzw. wurde geprägt. Wenn der Kunde also diesen Zustand erlebt, dann ist seine Erwartung erfüllt. Er ist zufrieden und das Preis-Leistungsverhältnis wird positiv empfunden.

"Wen interessiert der Pflege-TÜV überhaupt?"

Als Gastautor habe ich über eine Studie von Prof. Dr. Max Geraedts zur Akzeptanz der Noten und Transparenzberichte des MDK im Blog der Hausengel GmbH geschrieben. Ich habe mich über die Einladung zu einem Beitrag gefreut und den Beitrag gern verfasst. Er trägt den Titel "Wen interessiert der Pflege-TÜV überhaupt?".

Ich wünsche dem Beitrag und dem gesamten Blog viele Leserinnen und Leser.

Präsentation: "Expertenstandard Dekubitutsprophylaxe 2010"

Bereits Anfang November habe ich einen Artikel von Gerhard Schröder zum den Veränderungen im überarbeiteten Expertenstandard "Dekubitusprophylaxe in der Pflege" in Form einer Mindmap verarbeitet. Da Mindmaps nicht jeder Manns/Frau Sache sind, habe ich die Mindmap in einer Präsentation eingearbeitet.

Expertenstandard Dekubitusprophylaxe2010 - Was hat sich geändert?

Expertenstandard Dekubitusprophylaxe 2010 - Was ist NEU?

Inzwischen liegt der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe aus dem Jahr 2000 in einer aktualisierten Fassung vor. Der Expertenstandard an sich, hat sich in einigen Formulieren etwas geändert. Allerdings steckt hinter den Formulierungen eine Menge Arbeit an Literatursichtung, Studienbeurteilung und Ableitung von praktischen Pflegemaßnahmen.

Betrachtet man diese Aspekte, dann hat sich einiges Grundlegende geändert. In der Ausgabe 10 aus 2011 der Fachzeitschrift "Die Schwester/Der Pfleger" hat Gerhard Schröder einen wirklich guten Aufsatz zu den Änderungen im Expertenstandard verfasst. Diesen Aufsatz gebe ich in Form einer MINDMAP wieder. Sie soll einen Überblick geben und zum besseren Verständnis beitragen. Den Aufsatz sollte man trotzdem lesen und den Expertenstandard erst recht.

 

Eine heilige Kuh soll geschlachtet werden - die Fachkraftquote

Mit dem Inkrafttreten des Heimgesetzes im Jahr 1990 wurde sie für alle stationären Einrichtungen in Deutschland eingeführt - die Fachkraftquote. Der Paragraf 5 im Heimgesetzt regelt, dass ab mindestens 20 nicht pflegebedürftigen oder ab 4 pflegebedürftigen Bewohnern jede zweite Beschäftige eine Fachkraft sein muss. Was eine Fachkraft nicht ist definiert die Heimpersonalverordnung. Danach sind einjährig ausgebildete Kranken- und Altenpflegehelfer keine Fachkräfte.

Pflegequalität und Qualitätsmanagement

Trotzdem gehört beides zusammen - systematisch vorgehen unter Beachtung der Unternehmenskultur.

In 15 Jahren Erfahrung mit der Einführung von Qualitätsmanagementsystemen und der Entwicklung guter Pflegepraxis ist klar geworden, dass die Vorgehensweise im systematischen Qualitätsmanagement ihre Grenzen dort hat, wo sie den Überzeugungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter widerspricht.

Das ist immer dann der Fall, wenn im Rahmen des Qualitätsmanagements Verfahrensweisen und Arbeitsroutinen verändert werden sollen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als erfolgreich zur Bewältigung ihres Arbeitspensums erfahren und damit "kultiviert" wurden und sie der neuen qualitätsgesicherten Vorgehensweise nicht zutrauen, ebenso erfolgreich zu sein. Problematisch wird das, wenn Mitarbeiter eher die Minimierung ihres Arbeitsaufwands im Blick haben als die Qualität der pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Versorgung.

Dringend: Fachtagung zum Thema: Angehörigenintegration

mit-angehoerigen-pflegen.jpgAngehörige sind für die Bewohner und Patienten in stationären und ambulanten Pflegeunternehmen wichtige Bezugspersonen. Im ambulanten Bereich sind sie sogar in den aller meisten Fällen für die Versorgungssicherheit unentbehrlich. Dem steht entgegen, dass sich viele Pflegende in der Kooperation schwer tun. Nicht, dass man irgend wie zusammenarbeiten würde. Das funktioniert meistens. Allerdings kann man ein Wissens- und manchmal auch ein Machtgefälle zwischen Angehörigen und professionell Pflegenden feststellen, häufig erlebe ich auch viel Ohnmacht bei den Pflegekräften, wenn Angehörige so gar nicht zusammenarbeiten wollen.

Pflege-Transparenzvereinbarungen: Änderung zum 1. Januar 2011

 

Altenpflege online von der Vincentz-Verlagsgruppe berichtet mit Datum von 21.10.2010, dass es Änderungen in den Pflege-Transparenzvereinbarungen zum 1.1.2011 geben soll. Dazu verweist sie auf Aussagen von Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS wie folgt:

"Diskussionspunkte sind die von Verbraucherschützern und Betroffenenvertretern kritisierten Gesamtnoten, die angeblich oft zu positiv ausfallen würden. Auf dem Prüfstand stehen laut Pick auch die Pflegedokumentationen, unter deren Last die Pflegenden ächzen.

Mehrfachverwendung von Injektionsnadeln bei Pen-Injektionen und Hautantiseptik

 

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Immer wieder kommt es zu Diskussionen um die Möglichkeit, Einmalnadeln bei der Insulininjektion mit Pen mehr als eben einmal verwenden zu können. Die Meinung, dass Injektionsnadeln im häuslichen Bereich auch häufiger verwendet werden können, hält sich hartnäckig. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene hat sich dieses Themas angenommen und ein Konsensuspapier dazu und zur Frage nach der Hautantiseptik bei s.c. Injektionen herausgegeben.

Sie kommt eindeutig zu dem Schluss, dass Einmalnadeln durch professionell Pflegende auch nur einmal benutzt werden dürfen. Was der Patient tut, wenn er sich selbst spritzt, liegt in seinem Ermessen und seiner Verantwortung.

Präsentation: Umsetzung der Expertenstandards

Im Rahmen unserer QM-Projekte ist es häufig notwendig, den Mitarbeitern in den Pflegeunternehmen, die Entstehung und die Umsetzung der Expertenstandards näher zu bringen. Diese Präsentation hat sich dabei als hilfreich erwiesen. Viel Spaß beim Anschauen.

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