5 Tipps, die den Umsatz steigern – probieren Sie sie aus!

Sie kennen diese Situation sicher. Eines Tages beschleicht Sie das Gefühl, dass der Monatsumsatz Ihres Pflegedienstes oder ihres Heimes nicht mehr so ist, wie Sie es gewöhnt sind. Ein Gefühl der Unsicherheit zieht auf. Hier sind 5 Tipps, wie Sie reagieren sollten, damit Sie Ihren Umsatz steigern:

1. Stellen Sie sich dem Problem

Es nützt nichts, wenn man das Gefühl versucht zu verdrängen. Schließlich wird es Sie nach einiger Zeit wieder beschleichen. Dann aber drängender und massiver. Bei den ersten Anzeichen schwindenden Umsatzes machen Sie die Tatsache für sich selbst zum Thema. Häufig steigt dann die Hoffnung auf, dass sich der Umsatz von selbst steigern wird. „Das gab es schließlich schon einmal!“ denken Sie sich vielleicht. Leider ist das aber eher einen Ausnahmeerscheinung. Meistens ist eigene Aktivität gefragt. Verschaffen Sie sich also einen Überblick über die finanzielle Situation und die Auslastung Ihrer Touren oder der Platzkapazität. Ihre Finanzbuchhaltung gibt Ihnen über die monatlichen GuV-Rechnung einen guten Überblick über die Einnahmen und die Ausgaben der vergangenen Monate. Errechnen Sie den notwendigen Umsatz, den Sie benötigen. Die Auslastung können sie in Ihrer Stationssoftware oder der Heimsoftware nachsehen.
Wenn Sie das gemacht haben, dann sehen Sie klarer. Das Problem ist deshalb noch nicht beseitigt, aber in seinem Umfang bekannt. Jetzt können Sie an seiner Beseitigung arbeiten und eine Strategie entwickeln, wie Sie den Umsatz steigern wollen.

2. Kommunizieren Sie das Problem

Schwankender Umsatz und auch Umsatzeinbrüche sind kein Zeichen mangelnder Führungsfähigkeiten, sondern das ganz normale Geschäft jeder Unternehmensleitung. Daher tut jede Geschäftsführung gut daran, dieses Problem mit dem Vorstand und/oder den Gesellschaftern zu besprechen. Hier gibt es oft unverhoffte Unterstützung und Problemlösungskompetenz.

Darüber hinaus sollten Sie die aktuelle Situation auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erklären. Dabei geht es nicht darum, ihnen Angst zu machen. Vielmehr werden sie in die Lösungen eingebunden. Auch für sie gilt, dass sie oft gute Vorschläge  geben können, wie Sie den Umsatz steigern können.

3. „Umsatz steigern“ ist das Thema Nr. 1 auf Ihrer täglichen Agenda

Nehmen Sie sich täglich ca. 2 Stunden Zeit, um an der Lösung Ihres Umsatzproblems zu arbeiten. Das sollten die besten 2 Stunden Ihres Tages sein, nämlich früh morgens. Es gibt ein gutes Gefühl, wenn man das, was Sorgen macht, schon kräftig bearbeitet hat. Dann ist wieder genügend Zeit und Aufmerksamkeit für das Tagesgeschäft übrig.

Am Abend stellen Sie sich bitte eine Frage, bevor Sie Feierabend machen: Was habe ich heute für unseren Umsatz getan? Dabei geht es nicht um die Aufnahme eines neuen Kunden. Das liegt zwar nahe, aber die Frage zielt tiefer. Es geht schließlich darum, das Umsatzproblem dauerhaft zu lösen und nicht nur durch ein oder zwei Aufnahmen zu lindern. Oft genug ist es auch nicht damit getan, neue Patienten oder Bewohner aufzunehmen. Die Problemlage ist meistens komplexer.

4. To-Do-Liste entwickeln

Damit Sie den Umsatz dauerhaft steigern und das Problem bei der Wurzel packen, ist strategisches Vorgehen wichtig. Dabei hilft eine To-Do-Liste sehr. Gehen Sie dabei so vor:

  • Schreiben Sie alle Maßnahmen auf, die ihnen einfallen.
  • Gehen Sie dann Ihre Liste durch und überlegen Sie, was kurzfristige und einmalige Aufgaben sind. Wenn Sie diese Aufgaben markiert haben, dann bleiben diejenigen übrig, die immer wieder kehren und immer wieder bearbeitet werden müssen.
  • Schließlich werden Ihnen auch Aufgaben eingefallen sein, die beim zweiten Hinsehen unsinnig und unrealistisch erscheinen. Diese können Sie streichen.
  • Versehen Sie nun die kurzfristigen Aufgaben mit einer Priorität (sehr wichtig und wichtig) sowie mit einem Fertigstellungsdatum.
  • Die wiederkehrenden Aufgaben ordnen Sie jetzt bitte nach monatlicher, quartalsweiser, halbjährlicher und jährlicher Erledigung ein.

Jetzt haben Sie einen einfachen Plan an der Hand. Mit ihm können Sie an die Arbeit gehen.

5. Fortschritt regelmäßig kontrollieren

Anhand Ihrer GuV-Rechnung haben Sie sicherlich gesehen, wie viel Umsatz sie monatlich benötigen. Damit ist das Ziel klar.
Führen Sie jetzt wöchentlich ein sogenanntes Review durch. Am besten nehmen Sie sich dafür Freitags eine halbe Stunde Zeit. Gehen Sie dabei Ihre To-Do-Liste durch und schauen Sie, welche Aufgaben Sie in dieser Woche erledigt haben und welche Aufgaben noch vor Ihnen liegen. Diese können Sie für die nächste Woche oder die folgenden Wochen planen.
Einmal im Monat schauen Sie sich bitte die Umsatzentwicklung an. Gibt es Hinweise für eine Verbesserung der Situation? Wenn Ihre Antwort nach 1–2 Monaten NEIN ist, dann ist das ein deutlicher Hinweis, dass Sie Ihre Maßnahmen überprüfen müssen. Besprechen Sie sie mit Kollegen oder dem Vorstand. Ziehen Sie guten Rat hinzu. Ein externen Blick hilft schon einmal die eigenen Aktivitäten kritisch zu beleuchten.

Umsatz fällt für einen Pflegeeinrichtung nicht vom Himmel, sondern er ist das Ergebnis einer klugen Reaktion auf die Marktverhältnisse.

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