Unternehmenskultur verändern

„Unternehmenskultur kann man verändern!“ Das wäre zu einfach ausgedrückt. Eine Kultur lässt sich nicht in einem zielgerichteten Prozess ändern. Dazu sind die Einflussgrößen zu wenig zu kontrollieren. Aber Kultur lässt sich prägen. Durch eine bewusste Pflege von Ritualen, Verhaltensweisen oder auch die Ausstattung kann viel dafür getan werden, dass sich die Unternehmenskultur verändert. An dieser Stelle soll nur ein kurzer Einblick in die Möglichkeiten zur Veränderung gegeben werden.

  • Im ersten Schritt steht eine Analyse des Veränderungsbedarfs als auch des Lernbedarfs, den ein Unternehmen bzw. eine Organisation hat im Vordergrund. Hier dominiert noch die Ebene des Wissens und der Einsicht. Dies ist relativ einfach zu bewerkstelligen.
  • Im zweiten Schritt wird es schon kniffliger. Er ist jedoch erfolgsentscheidend. Hier müssen die Ängste, Abwehrhaltungen und kulturbedingten Annahmen, die einer Änderung des Unternehmens bzw. der Organisation entgegenstehen identifiziert werden. Hierzu haben wir den KONTUR-Workshop entwickelt, der diese wichtigen Informationen offenlegen kann.
  • Im dritten Schritt muss ein Lern- und Veränderungsumfeld geschaffen werden, das Sicherheit (Ed Schein spricht von psychologischer Sicherheit) für die Mitarbeiter schafft. Sie müssen das Gefühl haben, dass sie im Lern- und Veränderungsprozess auch einmal einen Fehler machen dürfen. Ferner muss ihnen der Sinn der Veränderung klar sein, damit die Veränderung auch attraktiv ist – attraktiver jedenfalls, als in altes Verhalten und Routinen wieder zurückzufallen.
  • Im vierten Schritt geht es darum eine Change-Management-Gruppe zu installieren (unbedingt unter Beteiligung der Führungskräfte), die den Lern- und Veränderungsprozess entwirft und exemplarisch durchläuft. Hier geht es ferner darum, Lernmechanismen zu entwerfen, die eine Kultur des Lernens und Veränderns fördern.
  • Im fünften Schritt wird dann ein erfolgreich durchgeführter Veränderungsprozess auf andere Bereiche, Gruppen oder Abteilungen des Unternehmens übertragen. Dazu ist von der Change-Management-Gruppe ein Veränderungsplan zu entwerfen, in den die Lernerfahrungen aus dem eigenen Veränderungsprozess einfließen.

Auf ein grundsätzliches Problem ist schließlich ausdrücklich hinzuweisen:

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Laufe ihres Berufslebens häufig negative Erfahrungen mit Veränderungen in Unternehmen gemacht. Dementsprechend gilt es angesammelten und tief sitzenden Ängste durch ausreichende Motivation zur Veränderung entgegenzuwirken. Dabei ist „Zuckerstück“ besser als „Peitsche“.

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